Digital Services Act zum starken Mittel gegen Online-Monopolisten machen

Im heutigen EU-Unterausschuss fordern SPÖ-Netzpolitiksprecherin Katharina Kucharowits und SPÖ-Digitalisierungssprecherin Petra Oberrauner klare Regeln für Online-Monopolisten ein. Den Verordnungsvorschlag für den Digital Services Act (DSA) sehen die Abgeordneten als ersten politischen Schritt, um US-Konzernen mit klaren Regulierungen und Vorgaben zu begegnen und fordern die zuständige Justizministerin Zadić auf, sich auf EU-Ebene für weitere nötige Verbesserungen und Präzisierungen einzusetzen.
Onlinekonzerne, die mit ihrer Markmacht demokratische und soziale Errungenschaften gefährden, müssten enger an die Zügel genommen werden, betonen die Abgeordneten. Besonders wichtig ist dabei ein differenziertes Vorgehen zwischen Meinungsplattformen wie Twitter und Markplätzen wie Amazon. Um den Erhalt von Meinungsvielfalt und die Vorbeugung von Betrug zu gewährleisten, dürfen diese nicht in einen Topf geworfen werden.
Katharina Kucharowits zur Regulierung von Meinungsplattformen:

„Manipulation, Meinungsunterdrückung und Filterblasen sind zu stoppen, um eine Gefährdung der Demokratie zu verhindern. Dazu müssen Nutzer*innen mehr Einspruchsrechte bei der Löschung ihrer Inhalte bekommen und die Konzerne offenlegen, mit welchen Algorithmen sie arbeiten. Meinungsplattformen sind grundrechtssensibel. Bei allen Regulierungsschritten muss das Recht auf freie Meinungsäußerung berücksichtigt werden, dies gilt es gesetzlich zu garantieren. Was strafrechtlich relevant ist, beurteilt die Justiz. Nicht Facebook.“

Petra Oberrauner zu Werbeinhalten und Online-Marktplätzen:

„Die Nutzer*innenrechte sollen gestärkt werden. Besonders für Kinder muss sichergestellt werden, dass sie vor Online-Werbung geschützt sind, da diese die Hintergründe weder verstehen noch hinterfragen können. Aktive Ermittlungspflichten für Online-Marktplätze müssen garantiert sein, um besser vor Betrug zu schützen. Wer unzulässige Werbung und illegale Angebote ermöglicht, muss stärker in Verantwortung genommen werden. Die EU-Regelungen dürfen nicht hinter den werberechtlichen Bestimmungen Österreichs für Rundfunk und audiovisuelle Mediendienste zurückfallen.“

Oberrauner und Kucharowits wollen klare Verantwortlichkeiten, einfach zu vollziehende Vorgaben sowie eine wirksame und rasche Rechtsdurchsetzung, um den Digital Services Act zu einem wirksamen Mittel gegen Online-Konzerne zu machen. Dazu soll eine effiziente Aufsichtsbehörde die Einhaltung der Regelungen im DSA überwachen und auch zielgerichtet Sanktionen verhängen können.

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200