Equal Pay Day 2024: Die Einkommensschere verkleinern – Berufschancen erweitern

Das internationale Frauennetzwerk BPW – Business and Professional Women – berechnet seit 2009 den Equal Pay Day für Österreich. Dieser Aktionstag fällt in diesem Jahr auf den 14. Februar 2024 und ist somit um 2 Tage vorgezogen worden. Der aktuelle Gender Pay Gap beträgt 12,4 %. Das entspricht 45 Kalendertagen, an denen Frauen theoretisch unbezahlt arbeiten. Im Durchschnitt bedeutet das eine Differenz von etwa 5.800 € pro Jahr.

„Über ein Berufsleben von 40 Jahren könnte eine Frau mit diesem Betrag eine Eigentumswohnung finanzieren. Zugleich verringert das niedrigere Einkommen die Grundlage für die Rentenberechnung. Dadurch liegt die durchschnittliche Pension einer Frau um 37 % oder 935 € unter der eines Mannes“,

erklärt Petra Oberrauner, Vorsitzende der SPÖ Frauen Kärnten.

Die Daten von Statistik Austria ermöglichen auch regionale Vergleiche innerhalb Österreichs, da das Bundesland entscheidend für die tatsächliche Höhe der Einkommensunterschiede ist. Während der Lohnunterschied in Wien mit 3,2 % vergleichsweise gering ist, beträgt er in Vorarlberg 21,2 % und in Kärnten 13,5 %.

 „Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz ist seit Juni 2023 in Kraft. Es wird höchste Zeit, sie umzusetzen. Österreich hat europaweit großen Nachholbedarf. Frauenministerin Susanne Raab sollte endlich handeln. Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss endlich gerecht zwischen Frauen und Männern verteilt werden. Deshalb fordern wir eine gleichberechtigte Aufteilung der Karenzzeit und den Rechtsanspruch auf einen kostenfreien ganztägigen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr“,

betont Oberrauner.

 „Dabei stellt sich auch die Frage: Wie lange kann und will sich die Volkswirtschaft leisten, auf das hochqualifizierte Arbeitspotenzial von Frauen zu verzichten? In Österreich besteht im europäischen Vergleich eine hohe geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Österreich liegt zusammen mit Estland am unteren Ende der Skala!“,

schließt Oberrauner ab.

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200