Equal Pension Day – Frauen haben ein Recht auf eine faire Pension

Der österreichweite Equal Pension Day fällt 2026 auf den 9. August und damit nur zwei Tage später als im Vorjahr. Ab diesem Tag haben Männer statistisch bereits jene Pensionssumme erhalten, mit der Frauen bis zum Jahresende auskommen müssen. Österreich gehört damit weiterhin zu den Ländern mit besonders großen Pensionsunterschieden zwischen Frauen und Männern. Auch in Kärnten – da fällt der Equal Pension Day heuer auf den 11. August – führen niedrigere Einkommen, Teilzeitbeschäftigung, unbezahlte Betreuungsarbeit und berufliche Unterbrechungen zu deutlich geringeren Pensionen von Frauen.

„Frauen müssen von ihrem Einkommen und später auch von ihrer Pension selbstbestimmt leben können. Es darf nicht sein, dass ein Leben voller Arbeit am Ende zu finanzieller Unsicherheit führt. Wir müssen die Lohnschere schließen, damit sich auch die Pensionsschere endlich schneller schließt“,

betont die Kärntner SPÖ Landesfrauenvorsitzende und Nationalratsabgeordnete Petra Oberrauner. Besonders viele Kärntnerinnen arbeiten in Branchen, die von niedrigen Einkommen, Teilzeit und körperlich belastender Arbeit geprägt sind. Dazu zählen insbesondere Tourismus, Gastronomie, Handel oder Reinigung. Gleichzeitig übernehmen Frauen weiterhin den Großteil der unbezahlten Kinderbetreuung, der Haushaltsarbeit und der Pflege von Angehörigen.

Pensionsalter schrittweise angehoben

Das gesetzliche Pensionsantrittsalter von Frauen wird derzeit schrittweise an jenes der Männer angeglichen. Die bereits in den 1990er Jahren beschlossene Maßnahme bringt zwar zusätzliche Erwerbsjahre für das Pensionskonto, stellt viele Frauen aber auch vor große Herausforderungen. Denn nicht alle können gesund und durchgehend bis zum gesetzlichen Pensionsalter arbeiten.

„Für viele Frauen ist es Realität, ihren Job vor Erreichen der Alterspension zu verlieren. So sehen wir es als unsere Aufgabe, dafür zu kämpfen, dass Frauen auch tatsächlich die Möglichkeit haben, bis dahin gesund und gut abgesichert beschäftigt zu bleiben. Dafür braucht es altersgerechte Arbeitsplätze, Weiterbildung und wirksame arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, gerade auch in den Kärntner Regionen“,

erklärt Oberrauner.

So schließen wir die Lohn- und Pensionsschere:

Mehr Investitionen in den Arbeitsmarkt: Die Regierung investiert besonders in Maßnahmen für Ältere, Frauen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche. Weiterbildung schafft neue Chancen.
Aktion 55plus: Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet seit Beginn des Jahres ein Arbeitsmarktprogramm für arbeitslose Personen ab 55 Jahren. Damit wird die Beschäftigung in sozioökonomischen Projekten gefördert.
Lohntransparenz: Schluss mit den Ausreden von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer. Lohntransparenz schafft Klarheit und wird die Lohnschere und damit auch die Pensionsschere verringern!
Länger gesund in Beschäftigung: Seit Anfang des Jahres gibt es die Möglichkeit der Teilpension für Arbeitnehmer*innen mit Pensionsanspruch. Das ist eine Erleichterung für alle, die nicht mehr Vollzeit, aber einige Tage arbeiten können.
Pflege ist Schwerarbeit: Mit der Aufnahme der Pflegeberufe in die Schwerarbeitsregelung wurde eine wichtige Anerkennung für die Mitarbeiter*innen in Pflege- und Gesundheitsberufen geschaffen.
Investitionen in Kinderbildung und Pflege entlasten Frauen. Klar ist aber auch: Care-Arbeit ist nicht Frauensache. Höchste Zeit für Halbe Halbe.

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200