Frauenvorsitzende Oberrauner: „Echte Wahlfreiheit erfordert umfassende Maßnahmen, keine Zurück-an-den-Herd Zwangsmaßnahmen“

„Es ist selbstverständlich, dass Eltern selbst entscheiden, wie sie die Betreuung ihrer Kinder gestalten möchten. Dabei sollte aber sichergestellt sein, dass Frauen nicht in völlig überholte und veraltete Rollen und finanzielle Abhängigkeiten gedrängt werden“,

betont Oberrauner.

„Denn zur Realität gehört auch: Wer in Österreich länger aus dem Arbeitsmarkt ausscheidet, hat später oft erhebliche Schwierigkeiten, wieder einen gleichwertigen Job zu finden. Gehaltseinbußen und langfristige Nachteile bei der Pension treffen dabei fast immer Frauen, vor allem wenn sie den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen“,

erklärt Oberrauner. Diese Rahmenbedingungen müssten in der Debatte ehrlich angesprochen werden.

„Die FPÖ blendet diese Realität gewollt oder ungewollt aus und bietet Frauen damit weder Freiheit noch Sicherheit für die darauf folgende berufliche Zukunft.“

Deshalb fordert die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende umfassende Maßnahmen, um Wahlfreiheit wirklich gewährleisten zu können, und Frauen finanziell besser abzusichern:

„Familien brauchen in ganz Österreich leistbare und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, damit sie Beruf und Familie vereinbaren können, wenn sie das möchten. Zudem müssen Kinderbetreuungszeiten stärker für die Pension angerechnet und Schritte wie die Lohntransparenzrichtlinie für mehr Lohngerechtigkeit umgesetzt werden. Nur so können wir sicherstellen, dass Frauen und Familien, ohne Risiko für die zukünftige berufliche Entwicklung, wirklich selbstbestimmt entscheiden können, wie sie ihr Leben und ihre Kinderbetreuung gestalten möchten. Das ist im Hinblick auf die wichtige Entwicklung der Kinder, über die Elementarpädagogik, für ihren Bildungsweg und mit Blick auf die berufliche Zukunft der Eltern, bei schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen, die bewältigt werden müssen, sinnvoll und gerecht!“

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200