Oberrauner: Brauchen stärkere Kontrolle von Investitionen aus undemokratischen Staaten

In der gestrigen Parlamentsdebatte zum ersten Tätigkeitsbericht der 2020 eingerichteten Investitionskontrolle betonte SPÖ-Forschungssprecherin Petra Oberrauner, dass Österreich als innovative Industrienation auf Investitionen in Forschung und Entwicklung angewiesen ist. Die Kärntner Nationalratsabgeordnete fordert daher mehr Anstrengungen, um Österreich für heimische Risikokapitalgeber attraktiver zu machen. Auch um hierdurch zu verhindern, dass Arbeitsplätze und Knowhow in Österreich verloren gehen.

„Zu häufig werden technologische Innovationen zunächst in Österreich entwickelt und dann von ausländischen Unternehmen aufgekauft und aus Österreich abgezogen“

, so Oberrauner. Österreich müsse außerdem lernen, Handel und wirtschaftliche Beziehungen immer auch sicherheitsstrategisch zu denken. Schließlich könnten Länder wie Russland und China, wie man jetzt sieht, mit Handel und Investitionen langfristig auch politische und strategische Ziele verfolgen, erklärt die Abgeordnete.
Mit dem 2020 parteiübergreifend beschlossenen Investitionskontrollgesetz habe man zwar ein wichtiges Instrument geschaffen, um ausländische Investitionen im österreichischen Hochtechnologiebereich besser kontrollieren zu können, so Oberrauner. Der Tätigkeitsbericht zeige aber auch Schwachstellen des Gesetzes auf, die dringend ausgebessert werden müssen.

„Zum Beispiel werden Investitionen in Immobilien und Tourismus vom Kontrollgesetz nicht erfasst. Das führt dazu, dass russische Investitionen, die vor allem in diesem Bereich stattfinden, im Tätigkeitsbericht nicht auftauchen – und das, obwohl Russland der zweitgrößte Direktinvestor in Österreich ist“

, so Oberrauner.

„Österreich darf hier nicht wegschauen. Es muss sich generell die Frage stellen, mit welchen Hintergedanken Diktaturen und autokratische Regierungen Gelder in demokratischen Staaten investieren und wie gut es für Österreichs Unabhängigkeit, Rechtstaatlichkeit, Demokratie und Wirtschaft ist, wenn eine Diktatur der zweitgrößte Direktinvestor ist“

, so Oberrauner abschließend.

Video

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Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200