Pflege: Kärnten beschließt Senkung des Selbstbehaltes um 33,3 Prozent

„Nach dem Beschluss der Kärntner Pflege-Ausbildungsprämie in der Regierungssitzung vor 14 Tagen haben wir in der heutigen Regierungssitzung den zweiten Meilenstein des Kärntner Pflegepaketes beschlossen: die Senkung des Selbstbehaltes für Mobile Dienste um sage und schreibe ein Drittel“,

informiert Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner.

„Die Senkung um 33,3 Prozent gilt für jeden Kärntner, der Mobile Dienste in Anspruch nimmt. Wir sprechen von knapp 11.000 Kärntnern, die von dieser Entlastungsmaßnahme profitieren werden“,

so Prettner. Eine Kostenreduktion in dieser Höhe habe es noch nie gegeben.

„Gerade jetzt, wo sich die Teuerungsspirale in schwindelerregende Höhen dreht, ist sie von doppelter Bedeutung“,

zeigt sich Prettner überzeugt. „Die Senkung des Selbstbehaltes ist vor allem ein weiterer Beitrag dazu, den Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden so lange es geht zu ermöglichen.“ In Kraft treten wird die Maßnahme mit 1. Dezember 2022.

„Aktuell bietet das Land Kärnten mit 14 Trägervereinen pro Jahr bereits 1,1 Millionen Stunden an Mobiler Pflegedienstleistung an. Dafür zahlt das Land rund 41 Millionen Euro. Mit der Senkung des Selbstbehaltes um ein Drittel übernehmen wir weitere 6,7 Millionen Euro“,

sagt die Gesundheitsreferentin.

„Wir setzen damit ein deutliches Zeichen, gerade Pflegebedürftige, die zu Hause betreut werden, zu unterstützen und finanziell zu stärken! Bedauerlicherweise ist ja eine Entlastung von zu Hause betreuten Pflegebedürftigen in der Pflegereform des Bundes nicht vorgesehen…“,

ist Prettner enttäuscht.

„Kärnten wird daher ohne Unterstützung des Bundes die Selbstbehalt-Reduzierung realisieren. Wir stellen das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt.“

Als Rechenbeispiel für die Reduzierung des Selbstbehaltes führt die Gesundheitsreferentin an: Ein pflegebedürftiger Kärntner mit einem Einkommen von 1300 Euro und einem erhöhten Pflegebedarf von 32 Stunden pro Monat wird sich künftig 33,3 Prozent des Selbstbehaltes ersparen: Statt 597 Euro beläuft sich seine Zuzahlung auf 398 Euro. Er zahlt also um 200 Euro pro Monat weniger. Pro Jahr ist das eine Ersparnis von 2.400 Euro! Das Land Kärnten übernimmt vice versa 1.616 Euro pro Monat. 

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200