SPÖ-Digitalisierungssprecherin Oberrauner: „Regierung muss Glasfaserausbau vorantreiben“

„Seit die ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger den Bereiche Telekommunikation übernommen hat, geht beim Glasfaserausbau nichts mehr weiter“,

sagt SPÖ-Digitalisierungssprecherin Petra Oberrauner.

„Wie wichtig eine gut funktionierende digitale Infrastruktur ist, zeigt der Lockdown, wo viele KMU und Einzelunternehmen auf leistungsstarke und sichere Internetverbindungen angewiesen sind, um mit Kund*innen und Mitarbeiter*innen zu kommunizieren und ihre Unternehmen am Laufen zu halten“

, so Oberrauner,

„aber die Regierung vernachlässigt weiterhin den notwendigen Glasfaserausbau und setzt einseitig auf das mobile Breitband“.

Oberrauner verweist auf Daten des europäischen Branchenverbands FTTH-Council, demnach Österreich bei aktivierten Glasfaseranschlüssen an vorletzter Stelle in Europa liegt.
Gerade einmal 2,1 Prozent der österreichischen Haushalte verfügen derzeit über einen direkten Glasfaseranschluss für das Internet; das ist in der EU der vorletzte Platz knapp vor Belgien. Auch bei der Zahl der Haushalte, wo Glasfaser zumindest schon auf der Straße verlegt ist, schneidet Österreich nicht gut ab, sondern liegt auf Platz 24 unter den 27 EU-Staaten.
Für Oberrauner ist klar:

„Eine rasche Verbesserung der Internetanbindungen muss eigentlich oberste Priorität haben. Das ist für Österreich als Industrie- und Wirtschaftsstandort überlebenswichtig!“

Umso unverständlicher ist für Oberrauner daher, dass Ministerin Köstinger für 2022 die eigenen Budgetmittel für den Breitbandausbau durch Umschichtungen gekürzt hat.

„Die Lücke wurde dann mit Geldern aus dem EU-Aufbau und Resilienz-Fonds gefüllt. Die waren aber nicht als Ersatz, sondern als zusätzliche Mittel gedacht, um einen schnelleren Ausbau zu ermöglichen“,

so die Abgeordnete.
Oberrauner verweist auch auf Deutschland, dessen neue Bundesregierung sich die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser und mit den neuesten Mobilfunkstandard vorgenommen hat.

„Dagegen setzt die Regierung in Österreich einseitig auf mobiles Breitband und sieht zugleich untätig dabei zu, wie die teilstaatliche A1 Telekom Austria Pläne wälzt, tausende der hierfür benötigten Funkmasten zu verkaufen“,

kritisiert Oberrauner.

„Die ÖVP ist offensichtlich nur noch mit dem eigenen Krisenmanagement beschäftigt und nicht in der Lage, sich um den Aufbau und den Schutz kritischer Infrastrukturen zu kümmern!“

Die SPÖ-Digitalisierungssprecherin spricht sich für vier konkrete Maßnahmen aus:
  • Glasfaser flächendeckend ausbauen
  • Angekündigte Förderprogramme für den Glasfaserausbau rasch und einfach ausrollen
  • Gemeinden und Städte besser über Fördermöglichkeiten informieren
  • Kritische Infrastruktur nicht aus der Hand geben 

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200