SPÖ-Oberrauner: Regierung ohne Strategie und Transparenz bei Innovation und angewandter Forschung

Im Rahmen der aktuellen Behandlung des Haushaltsbudgets 2023 im Nationalrat kritisiert die SPÖ-Forschungs- und Technologiesprecherin Dr.in Petra Oberrauner die unübersichtliche Kompetenzverteilung bei den Fördermitteln im Forschungsbereich:

„Unter Türkis-Grün reden mittlerweile vier Ministerien bei der Vergabe der Forschungsmittel mit. Im Ergebnis werden im neuen Haushalt wieder eine Vielzahl unterschiedlichster Fonds- und Fördertöpfe befüllt. Es fehlt aber eine kohärente Gesamtstrategie, wie die zur Verfügung stehenden Mittel zur Förderung der angewandten Forschung effizient eingesetzt werden sollen.“  

So habe der Wirtschaftsminister umfassende Mittel für die Förderung der Transformationsforschung in den Bereichen Life-Science, grüner und digitaler Technologien erhalten, ohne dass es klare Regeln dafür gibt, wofür und unter welchen Kriterien diese Forschungsgelder vergeben werden sollen, beanstandet Oberrauner. Im Ministerium für Innovation und Technologie hingegen würden die Mittel für die angewandte Forschung trotz der starken Inflation de facto kaum steigen.
Auch im Wissenschaftsministerium seien die zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausreichend, um die Inflationsverluste auszugleichen. Hier kritisiert Oberrauner insbesondere die fehlende Unterstützung für die Fachhochschulen:

„Die Fachhochschulen sind für Österreich als Hochtechnologieland von enormer Bedeutung. Wir brauchen sie, um kleine und mittelständische Unternehmen bei der angewandten Forschung zu unterstützen und wir brauchen sie um den hohen Fachkräftemangel zu bekämpfen. Es ist daher vollkommen unverständlich, warum die Regierung die Fachhochschulen mit den Teuerungskosten allein lässt und diese zwingt bei der Qualität von Ausbildung und Forschung zu sparen.“

Österreich versuche seit Jahren zu den innovativsten Ländern in Europa aufzuschließen, um Österreich als Hightech-Standort attraktiv zu halten. Mit dem bestehenden Kompetenzwirrwarr in der Regierung und ohne schlüssige Strategie und Rahmenplan wird dieses Ziel nur schwer erreichbar sein, so Oberrauner. 

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200