Teilzeit wegen Kinderbetreuung: 60.400 Kärntnerinnen betroffen – SPÖ Frauen fordern mehr Betriebskindergärten

„Mehr als vier Fünftel aller Frauen, die Teilzeit arbeiten und Kinder unter 15 Jahren haben, nennen ihre Betreuungspflichten als Grund für ihre Teilzeitbeschäftigung: Diese Fakten wurden von der Wirtschaftskammer erhoben, verbunden mit dem Appell des WK-Präsidenten Mahrer, Initiativen in den Bundesländern zu starten und Tirol als Beispiel zu nehmen, wo bereits erste Schritte zur Etablierung betrieblicher Kinderbildung und -betreuung unternommen wurden“,

erläutert Petra Oberrauner, Vorsitzende der SPÖ Frauen Kärnten.
„Wir wissen nur zu gut, was Teilzeitbeschäftigungen für Frauen langfristig bedeuten: niedrigeres Gehalt, niedrigere Pension, drohende Altersarmut – und dabei ständig bemüht, Familie und Beruf zu vereinbaren. Gegenüber den Frauen sind verbesserte Kinderbetreuungsmöglichkeiten daher eine Frage von Fairness, Gerechtigkeit und finanzieller Unabhängigkeit“, so Oberrauner. Aber auch für die Unternehmen sei der Ausbau von Betriebskindergärten vor allem eine Chance und ein Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt. „Es führt zu mehr Motivation und weniger Fluktuation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und es ergeben sich Kosteneinsparungen durch weniger Personalengpässe. Außerdem ist es ein wirksames Mittel gegen den Arbeitskräftemangel. Ich verstehe daher nicht, warum die Wirtschaftskammer Kärnten das so vehement ablehnt“, sagt Oberrauner.
Das Land Kärnten habe mit dem neuen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz den Grundstein für ein nachhaltiges und langfristiges Bildungs- und Betreuungskonzept gelegt. Es liege nun auch an den Sozialpartnern, im Interesse dieses Landes und seiner Menschen zu handeln. „Es geht nicht um die von Seiten der Wirtschaft und Industrie oft und viel geschmähte Work-Life-Balance, es geht einfach darum, den Alltag der Kärntnerinnen und Kärntner zu verstehen und entsprechende Strukturen und Möglichkeiten zu schaffen. Eltern, die wissen, dass ihre Kinder gut betreut und unterrichtet werden, und zwar zu Zeiten, die der Wirklichkeit ihres Arbeitsalltags entsprechen, sind produktiver und motivierter.“ Im Sinne der Familien und Unternehmen in Kärnten appelliert Petra Oberrauner daher an die WK Kärnten: „Hört auf, euch gegen den sinnvollen Ausbau der Betriebskindergärten zu sperren und arbeitet gemeinsam mit der Landesregierung, mit den Gewerkschaften und der AK daran, Kärnten als Lebens- und Unternehmensstandort weiter aufzuwerten.“

Politische Laufbahn

Privat

Lebenslauf

 

Petra Oberrauner ist SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat und Berreichssprecherin für Digitalisierung, Forschung und Innovation.

Geb.: 27.01.1965, Villach (Kärnten)

Funktionen im Parlament

Politische Funktionen

  • Stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Kärnten seit 11.7.2022
  • Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ seit 11.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenpräsidiums der SPÖ seit 10.11.2023
  • Mitglied des Bundesfrauenvorstandes der SPÖ seit 23.10.2019
  • Mitglied des SPÖ-Landtagsklubs seit 2019
  • Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Kärnten seit 2016
  • Mitglied des Bezirksparteipräsidiums der SPÖ Villach seit 2015
  • Mitglied des Bezirksparteivorstandes der SPÖ Villach seit 2015
  • Stellvertretende Stadtparteivorsitzende der SPÖ Villach seit 2015
  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und u.a. Referentin für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015-5.11.2019
  • Mitglied des SPÖ-Gemeinderatsklubs seit 2015
  • Vize-Präsidentin des SWV Österreich seit 16.10.2021

Beruflicher Werdegang

  • 1. Vizebürgermeisterin der Statutarstadt Villach und Referentin u.a. für Wirtschaft, Technologie und Forschung 10.4.2015–5.11.2019
  • Mitglied des Aufsichtsrates, Fachhochschule Kärnten – gemeinnützige Privatstiftung 11.2.2017–28.10.2019
  • Beratung der Regierungen Kärntens, Friaul-Julisch Venetiens und Venetos zur grenzüberschreitenden Kooperation – z.B. Aufbau der Euregio „Senza Confini“ als Makro-Region
  • Geschäftsführerin und Gesellschafterin, ECC European Crossboarder Consulting GmbH 2001–2019
  • Ressortleitung „Internationale Beziehungen“ im Rahmen der Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, Senza Confini – Italien-Österreich-Slowenien, Klagenfurt 2006 Organisations GmbH 1.4.1998–31.12.2000
  • Koordination von EURES-T-EURALP zur Förderung der freien Mobilität in der Grenzregion Kärnten, Friaul-Julisch Venetien, im Auftrag der Europäischen Kommission 1996–2003
  • Angestellte bei der Kammer für Arbeiter und Angestellte 1.8.1989–31.3.1998

Bildungsweg

  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Mag.a) 1983–1988
  • Studium der Pädagogik, der wissenschaftlichen Forschungsplanung und der Medientechnik in Klagenfurt, an der Universität für Bildungswissenschaften (Dr.in phil.) 1991–1993
  • Laurea in Pedagogia an der Universität Bozen 200